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Geförderte Projekte

EU-Schulobst- und -gemüseprogramm

Bis Schuljahresende nahmen im Schuljahr 2016/17 bereits 81 % aller bayerischen Kindergartenkinder und 95 % der Grundschulkinder in 7 150 Schulen und Einrichtungen an diesem Förderprogramm teil. Damit bekamen zuletzt 701 191 Kinder kostenlos einmal pro Woche Obst und Gemüse von zahlreichen zugelassenen Schulfruchtlieferanten direkt in die Schule geliefert. Zum Juli 2017 waren über 900 Lieferanten zugelassen – vom Direktvermarkter bis zum Lebensmitteleinzelhändler.


Dafür wurden vom Freistaat in den Schuljahren 2015/16 Landesmittel in Höhe von 2,6 Mio. € und 2016/2017 von 2,7 Mio. € zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den EU-Mitteln in Höhe von 6 Mio. € für 2015/16 und 6,4 Mio. € für 2016/17 konnte in diesen beiden Schuljahren frisches Obst und Gemüse im Wert von 17,7 Mio. € an Kinder verteilt werden. Allein im Schuljahr 2016/17 entsprach dies über 23,6 Mio. Portionen.

Entwicklung des Schulobst- und Schulgemüseprogramms in Bayern (Teilnehmende Einrichtungen) – Schaubild 5 in höherer Auflösung

 

Das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm endete zum 31. Juli 2017 und wurde in das neue EU-Schulprogramm überführt. Mit dem zum Schuljahr 2017/18 eingeführten EU-Schulprogramm erhalten bayerische Kinder weiterhin kostenlos Obst und Gemüse in die Einrichtungen geliefert.

EU-Schulmilchbeihilfe

Im Schuljahr 2015/16 wurden im Rahmen der EU-Schulmilchförderung 971 Einrichtungen (v. a. Kindergärten, Grund- und Mittelschulen) von insgesamt 19 zugelassenen Schulmilchlieferanten beliefert. Zusätzlich beantragten 148 Kindergärten die Schulmilch direkt. Dafür wurden insgesamt 1,0 Mio. kg Milch und Milchprodukte mit 192.623 € gefördert.

Im Schuljahr 2016/17 belieferten 19 Lieferanten 742 Schulen, v. a. Grund- und Mittelschulen. 124 Kindergärten versorgten ihre Einrichtung mit Schulmilch im Direktantragsverfahren. Dafür wurden 0,8 Mio. kg Milch und Milchprodukte mit 145.542 € gefördert.

Die Schulmilchbeauftragten der 47 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) führten auch 2016 und 2017 flächendeckend öffentlichkeitswirksame Schulmilchaktionen (z. B. Schulmilch-Olympiade, Sinnes-Milchparcours, Bauernhofbesuche) durch. Diese sind an den jährlichen Weltschulmilchtag Ende September gekoppelt.

Die EU-Schulmilchbeihilfe endete zum 31. Juli 2017 und wurde in das neue EU-Schulprogramm überführt. Seit dem 1. Februar 2018 erhalten bayerische Kinder im neuen EU-Schulprogramm kostenlos neben Obst und Gemüse auch Trinkmilch, Joghurt, Quark und Käse ohne Frucht, Zucker oder sonstige Zusätze.

Schülerunternehmen „Essen was uns schmeckt“

Ziel des Projektes ist die Unterstützung von Schulen mit Klassen der Jahrgangsstufen sieben bis 13 mit bis zu 4.500 €, wenn sie ein Schülercafé aufbauen oder erweitern, um dort regelmäßig eine gesunde Verpflegung anzubieten. Das 2002 initiierte Programm wird von den regionalen Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung vor Ort fachlich begleitet. Seit Einführung des Förderprogrammes wurden bereits 265 Schülerunternehmen gefördert.

Ernährungsprojekte der Verbraucherverbände

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) arbeitet beim Thema Ernährungs- und Verbraucherbildung mit ausgewählten externen Partnern zusammen, die neutrale und verlässliche Informationen frei von kommerziellem Interesse bieten.

Der VerbraucherService Bayern (VSB) setzte den Themenschwerpunkt im Jahr 2016 auf „Ernährung im Breitensport“ und präsentierte dieses Thema zum Auftakt mittels einer VSB-Infomobiltour eine Woche in fünf bayerischen Städten. Im Jahr 2017 mit Fortführung in 2018 lautete das Jahresthema „Regionale Lebensmittel – nah natürlich selbstgemacht“.

Die Verbraucherzentrale Bayern e. V. setzte in 2016/17 ihren Schwerpunkt auf das Thema „Milch und Milchprodukte“ und präsentierte die fachlichen Inhalte mit einer dazu entwickelten Ausstellung, die u. a. auf Verbrauchermessen präsentiert wurde.

Das StMELF stellte der Verbraucherzentrale Bayern, dem VerbraucherService Bayern und dem Deutschen Hausfrauen-Bund e. V. im Jahr 2016 insgesamt rd. 885.000 € zur Verfügung.

Angebote von Verbraucherzentrale Bayern e. V. und VerbraucherService Bayern mit Teilnehmerzahlen im Jahr 2016

AngebotsartVerbraucherzentrale Bayern e.V. VerbraucherService Bayern
Ernährungsbildung (Vorträge/Multiplikatorenschulungen/Angebote in Schulen und Kitas:
Erreichte Teilnehmer/innen21.05030.996
Anzahl der Veranstaltungen1.0761.291
Ernährungsinformation (Ausstellungen, Infostände, Messen, Aktionstage): Erreichte Verbrauche/innen39.15049.400
Ernährungsberatung (Einzelberatung): Erreichte Verbraucher/innen1.054511
Internetkontakte672.20897.000
Newsletter-Abonnenten6.061722
Ausgegebene Faltblätter Ernährung19.00812.000

Erlebnisorientiertes Projektlernen Grundschule – „Landfrauen machen Schule“

Ziel dieses Projektes ist es, aus Kindern kritische und mündige Lebensmittelkonsumenten zu machen, die wissen, worauf es bei Auswahl, Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln ankommt. Die Kinder erfahren, woher die Lebensmittel kommen, welche Stoffe sie enthalten und was sie „wert“ sind.

An 62 bayerischen Schulen in 42 Landkreisen wurden im Jahr 2017 insgesamt 4 988 Kinder erreicht. Dabei nehmen Schüler/innen aller Jahrgangsstufen an den Grundschulen am Projekt teil. Projektträger ist das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes. Durchführende sind die Ernährungsfachfrauen des Bayerischen Bauernverbandes, die fachlich und methodisch durch die ÄELF geschult werden. 55 Ernährungsfachfrauen arbeiten mit den Kindern in einer Lerneinheit in der Schule und 70 Betriebsleiter/innen der beteiligten Bauernhöfe in einer Lerneinheit auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. In den Jahren 2016 und 2017 stellte das StMELF für dieses Projekt jährlich rd. 110.000 € Haushaltsmittel zur Verfügung.

Auch das Programm Erlebnis Bauernhof des StMELF zeigt Schüler/innen der zweiten bis vierten Jahrgangsstufe der Grundschul- und Übergangsklassen sowie aller Jahrgangsstufen der Förderschulen auf einem Bauernhof, wie Landwirtschaft funktioniert und Lebensmittel erzeugt werden.