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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/politik-strategien/kompetenzzentrum-hauswirtschaft.html

Kompetenzzentrum Hauswirtschaft

Das neue Kompetenzzentrum Hauswirtschaft hat Ende 2017 am Standort Triesdorf seine Tätigkeit aufgenommen. Bis Ende 2019 soll das Team auf zehn Beschäftigte aufgestockt werden. Ein Kompetenzzentrum Hauswirtschaft ist in dieser Form einzigartig im Bundesgebiet.

Das Kompetenzzentrum ist auf den drei Säulen "Wissensmanagement und Kommunikation", "Arbeitsmarkt und Gesellschaft" sowie der bereits bestehenden Fachakademie für Landwirtschaft, Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement aufgebaut.

Vorrangiges Ziel des Kompetenzzentrums ist es, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Arbeitsmarkt, beruflicher Praxis und beruflicher Bildung zu fördern. Nutznießer sind Lehrkräfte, Ausbilder, Bildungsverantwortliche und nicht zuletzt die Gesamtbevölkerung.

Die Säule „Wissensmanagement und Kommunikation“ verfolgt als Schwerpunkt den Aufbau eines Wissenspools und den Wissenstransfer von aktuellem, unabhängigem, neutralem hauswirtschaftlichen Wissen für Gesellschaft und Fachpublikum. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit und neuen Konzepten wird auch die Imageverbesserung hauswirtschaftlicher Berufe vorangetrieben.

Die Säule „Arbeitsmarkt und Gesellschaft“ gewährleistet die Abstimmung der Bildungsarbeit mit der Arbeitsmarktsituation. Der Arbeitsmarkt für hauswirtschaftliche Dienstleistungen wird sondiert und die Vorteile von Dienstleistungskonzepten für hauswirtschaftliche Fachkräfte, für Nutzer dieser Dienstleistungen, für Frauen und Senioren insbesondere im ländlichen Raum aufgezeigt. Aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen sind u. a. die demographische Entwicklung, die nachlassenden hauswirtschaftlichen Alltagskompetenzen in der Gesamtbevölkerung und die zwingend notwendige Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt. Darauf abgestimmt werden neue Konzepte und Projekte entwickelt und begleitet.

Das Interesse der Gesellschaft an hauswirtschaftlichen Themen steigt ebenso wie die Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Leistungen. Beispiel gebend dafür ist ein Projekt in Form von Modellkommunen in Erkheim und Weidenbach, die hauswirtschaftliche Dienstleistungen für Senioren und Familien besser und leichter verfügbar machen und neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum, besonders für Frauen, generieren.