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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/politik-strategien/internationale-zusammenarbeit.html

Internationale Zusammenarbeit

Die engen bilateralen politischen und fachlichen Beziehungen mit vielen EU-Mitgliedstaaten (insbesondere Frankreich, Italien, Irland, Niederlande, Österreich, Polen, Slowenien und Tschechien) sowie mit Drittstaaten u. a. China, Indien, Israel, Japan, Schweiz, Russland, Serbien, Südafrika und den USA wurden auch in den Jahren 2016/2017 auf verschiedenen Ebenen weiter entwickelt.

Im Vordergrund standen hierbei der Erfahrungs- und Meinungsaustausch zur Entwicklung des ländlichen Raums, Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), Umsetzung von EU-Recht, Bildung in der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft sowie Fragen der Waldbewirtschaftung und Holzvermarktung. Arbeitstreffen der Ständigen Kommissionen und Arbeitsgruppen, die der Freistaat mit insgesamt 33 Ländern und Regionen unterhält, gewährleisten einen kontinuierlichen und effektiven Austausch.

Im Jahr 2017 informierte sich Staatsminister Helmut Brunner bei der FAO in Rom über die Umsetzung des Welternährungsprogramms und sprach mit dem italienischen Agrarministerium über die GAP und die Auswirkungen des Brexit.

Im Berichtszeitraum wurden Delegationsreisen mit Mitgliedern des Bayerischen Landtags sowie Vertretern der bayerischen Ernährungswirtschaft nach China (Hongkong und Partnerprovinz Guangdong) sowie Japan durchgeführt. Neben politischen Gesprächen auf Ministerebene fanden bilaterale Gespräche der Delegationsteilnehmer statt. Es hat sich gezeigt, dass regelmäßige Kontakte gute Rahmenbedingungen für vertrauensvolle Wirtschaftskooperationen schaffen, gerade auch in den Zukunftsmärkten für die bayerische Land- und Ernährungswirtschaft. Die Entwicklung der asiatischen Märkte bietet gute Chancen, insbesondere wenn Freihandelsabkommen, z. B. die EU mit Japan, erfolgreich verhandelt sind, für die Firmen der bayerischen Ernährungswirtschaft.

Ebenfalls weitergeführt wurden die Kontakte zu Russland. Minister Brunner begleitete mit einer Wirtschaftsdelegation im März 2017 Ministerpräsident Seehofer auf einer Reise nach Moskau. Dabei wurde ein Kooperationsabkommen mit der Region Woronesch über die Zusammenarbeit in der Entwicklung ländlicher Räume sowie dem Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet.

Bereits seit 1998 organisiert das Staatsministerium einmal jährlich ein achtwöchiges Praktikum russischer Studentinnen und Studenten in bayerischen Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft. Daraus sind bereits zahlreiche Geschäftsbeziehungen entstanden.