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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/wild.html

Landwirtschaftliche Wildhaltung

Überwiegend wird in der landwirtschaftlichen Wildhaltung Damwild, in letzter Zeit zunehmend auch Rotwild gehalten. Sika- und Muffelwild spielen nur eine untergeordnete Rolle. Mit rund 2 500 Wildgehegen liegen in Bayern rund 40 % aller deutschen Wildgehege. Die durchschnittliche Gehegegröße liegt bei gut 2 ha. Auf ca. 6 000 ha Gehegefläche stehen im Freistaat etwa 50 000 Zuchttiere.

Die Vermarktung der Jungtiere erfolgt überwiegend direkt. Hauptvermarktungszeiten für die rund 800 bis 1 000 Tonnen Wildfleisch aus bayerischen Gehegen sind die Monate September bis Dezember.

Schwerpunkte der landwirtschaftlichen Wilderzeugung liegen in Ober- und Niederbayern sowie in der Oberpfalz, wo tendenziell auch mehr Rotwild gehalten wird.

Landwirtschaftliche Wildhaltung nach Regierungsbezirken 2017

OberbayernNiederbayernOberpfalzOberfrankenMittelfrankenUnterfrankenSchwabenBayern
Damwild Alttiere5.3994.2343.4022.7492.5132.4782.31123.086
Rotwild Alttiere2.8063.6581.79363240833295110.580
Betriebe Damwild230244140110109104941.031
Betriebe Rotwild101151762516937415
Betriebe gemischt262518137717113
Betriebe gesamt3574202341481321201481.559

Quelle: InVeKoS.

Der Freistaat Bayern unterstützt die landwirtschaftlichen Wildhalter durch eine flächendeckende Fachberatung. Darüber hinaus beschäftigt sich das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Almesbach mit dem Demonstrations- und Versuchsgehege am Standort Pfrentsch im Oberpfälzer Wald mit allen Fragen rund um das Management und den Betrieb von Wildgehegen. Die Forschungsergebnisse fließen in ein umfassendes Lehrgangsangebot für die Wildhalter ein.