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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/wein.html

Wein

Im Berichtszeitraum hat sich der Strukturwandel im bayerischen Weinbau weiter fortgesetzt.

Rebflächenentwicklung in Bayern nach Weinbaukartei, Erhebung erfolgt in Betrieben ab 10 Ar Rebfläche (Die Zahlen beinhalten auch reine Traubenproduzenten)

AnbaujahrZahl der BetriebeRebfläche insgesamt (ha)Rebfläche im Ertrag (ha)
20085.2196.2996.059
20095.0316.2975.960
20104.8636.2945.883
20114.6706.2915.887
20124.4476.1546.040
20134.2706.2886.100
20144.1126.2896.104
20153.8886.2956.066
20173.5996.3336.087

Quelle: Weinbaukartei, Stand: 31.07.2017

Auf 81,5 % der Rebflächen, die mit weißen Rebsorten bestockt sind, stellen die Sorten Müller-Thurgau mit rd. 26 %, Silvaner mit rd. 24 % und Bacchus mit 12 % die wichtigsten Rebsorten dar. Auf 18,5 % der Rebfläche stehen rote Rebsorten im Ertrag, hauptsächlich Domina (5,3 %) und blauer Spätburgunder (4,4 %).

Die bayerische Gesamtrebfläche von 6 333 ha teilt sich auf die drei bayerischen Weinbaugebiete wie folgt auf:

  • bestimmtes Anbaugebiet Franken 6 253 ha
  • Landweingebiet Regensburg 5 ha
  • bestimmtes Anbaugebiet Württemberg – Bereich bayerischer Bodensee 68 ha
  • Außerhalb der Anbau- und Landweingebiete 7 ha.

Weinmarkt

Der Frankenwein steigert kontinuierlich seine Reputation und erfreut sich großer Beliebtheit bei Verbrauchern. Die positive Entwicklung des Frankenweins ist auf die hohe Weinqualität und die Umsetzung gezielter Werbemaßnahmen aus dem bayerischen Weinfonds zurückzuführen. An den Weinfonds bezahlt jeder Winzer jährlich eine Abgabe von 175 € pro Hektar Rebfläche.

Mit seinen rd. 6 300 ha bestockter Rebfläche ist Bayern nach Rheinland-Pfalz (rd. 64 000 ha), Baden-Württemberg (rd. 27 400 ha) zwar das drittgrößte weinbautreibende Bundesland, im europäischen Maßstab jedoch ein relativ kleines Anbaugebiet. Deshalb ist es für den fränkischen Weinbau wichtig, sich national und international insbesondere qualitätsorientiert auszurichten. Bestätigt wird die Qualitätsführerschaft der fränkischen Winzer durch zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Das kontinuierliche Qualitätsstreben, das von Erzeugern, Berufsstand, Verwaltung und Staatsregierung getragen wird, ist für den Erfolg des fränkischen Weinbaus ausschlaggebend.

Erträge und Mostertrag in Bayern

AnbaujahrRebfläche im Ertrag (ha)Mostertrag (hl)Hektarertrag (hl/ha)
20086.059463.85278
20095.960488.72082
20105.883354.07960
20115.877361.91962
20126.040477.98779
20136.100433.06671
20146.104469.04377
20156.066419.87569
20166.057470.82278

Bayern hat im Berichtszeitraum die Förderinstrumente der EU in Form des Bayerischen Programmes zur Stärkung des Weinbaues weitergeführt. Es dient vor allem dazu, die vorhandenen Strukturen so zu stärken, dass die alteingesessenen Weinbaubetriebe konkurrenzfähig bleiben und die landschaftlich reizvollen Steillagen erhalten werden können.

Weintourismus

Der fränkische Weinbau ist Schnittstelle zwischen Landwirtschaft, Hotellerie, Gastronomie, Kunst, Kultur sowie der Kulturlandschaft und den Menschen. Die Kooperation zwischen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), dem Fränkischen Weinbauverband e. V., der Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland GmbH und dem Tourismusverband Franken e. V. sowie weiteren Partnern ist verantwortlich für die sehr erfolgreichen Weintourismusaktivitäten. Franken hat hier eine bundesweite Spitzenposition und ist beispielgebend für andere Weinbauregionen.

So ist Wein in Franken ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Allein mit der Weinvermarktung werden 150 bis 180 Mio. € jährlich umgesetzt, im Weintourismus ist es etwa das Zehnfache: 1,5 Mrd. € geben die Gäste pro Jahr in Weinfranken aus. Basis für den Erfolg sind die vom Weinbau geprägte malerische Landschaft, die gastfreundlichen Winzer und die Weinqualität. Damit tragen Weinbau und Weintourismus erheblich zur Wertschöpfung und Beschäftigung und damit zur Vitalität des ländlichen Raum Frankens bei.