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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/sonderprogramm-landwirtschaft.html

Bayerisches Sonderprogramm Landwirtschaft (BaySL)

Seit November 2014 wird zusätzlich zur EIF das ausschließlich mit Landesmittel finanzierte BaySL angeboten.

Mit dem BaySL werden über ein einfach gehaltenes Antragsverfahren gezielt ausgewählte, auch kleinere Investitionen gefördert, die im „großen“ kofinanzierten EIF keinen Platz finden. Die Mindestinvestitionssumme ist 5.000 €, der Fördersatz beträgt einheitlich 25 % für maximal 100.000 € förderfähige Ausgaben. Für Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls wurde der Fördersatz 2018 auf 30 % angehoben.

Die wesentlichen Ziele sind die Verbesserung der Haltungsbedingungen von Nutztieren, die Unterstützung der Eiweißinitiative, die Verbesserung der Versorgung mit einheimischem Saatgut, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Obst-, Garten-, Wein- und Sonderkulturbau sowie Aufrechterhaltung einer möglichst flächendeckenden Landwirtschaft im Berggebiet und in Steillagen des Weinbaus.

Dabei werden folgende Vorhaben gefördert:

  • Tierausläufe, Laufhöfe und Kaltscharrräume in allen Betrieben,
  • Investitionen zur Anpassung der Tierhaltung an die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung in Umstellungsbetrieben,
  • Ausgewählte Investitionen zur Verbesserung des Tierwohls in der Schweinehaltung,
  • Weidemelkstände, mobile Weideunterstände,
  • Witterungs- und Insektenschutzeinrichtungen im Obst-, Garten- und Weinbau und in Sonderkulturen,
  • Spezialmaschinen zur Bewirtschaftung von Steillagen im Berggebiet und von Steillagen des Weinbaus,
  • Heutrocknungsanlagen auf Basis regenerativer Energien,
  • Saat- und Pflanzgutaufbereitungsanlagen.

Mit der Überarbeitung des BaySL im Jahr 2017 kann nun auch in kleineren Milchviehbeständen bis zu 25 Kühen Ausgangsbestand der erstmalige Umbau einer vorhandenen Anbindehaltung bis zu 150.000 € zuwendungsfähige Ausgaben ohne große bauliche Auflagen, d. h. im Rahmen der gesetzlichen Standards gefördert werden.

Zudem wurden in die neue Richtlinie die Fördermöglichkeit von Wasserbevorratungsbehältern einschließlich Pumpen in Sonderkulturen aufgenommen, um umweltfreundlich Wasser in Zeiten von Wasserüberschuss zu sammeln und dieses bei Trockenheit zur Bewässerung nutzen zu können. Die Möglichkeit wird vor allem in den fränkischen Weinbaugebieten genutzt.

Die Zugangsvoraussetzungen zum BaySL sind deutlich einfacher als beim AFP und ermöglichen so auch kleinen Betrieben die Teilnahme an diesem Programm. Im Berichtszeitraum wurden 365 Anträge mit einem Gesamtzuschuss in Höhe von 3,35 Mio. € bewilligt.

Die am häufigsten beantragten Maßnahmen sind der Bau von Heutrocknungsanlagen und die Investition in Spezialmaschinen zur Bewirtschaftung von Steillagen im Berggebiet.