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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/schweine.html

Schweine

In Bayern wurden 2017 in Betrieben mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen rd. 3,30 Mio. Schweine gehalten. Das entspricht einem Anteil von knapp 12 % am Gesamtschweinebestand der Bundesrepublik.

Von November 2016 bis November 2017 verringerte sich die Zahl der Schweinehalter von 5 400 auf etwa 5 100 (–6,0 %). Die Zahl der gehaltenen Schweine hat um 1,3 % abgenommen. Insbesondere die Zahl der gehaltenen Zuchtsauen ist rückläufig und liegt aktuell bei rd. 236 300 Tieren. Als Folge davon liegt der Selbstversorgungsgrad bei Ferkeln in Bayern nur knapp über 70 %. Es werden mittlerweile jährlich über 1,7 Mio. Ferkel zur Mast nach Bayern verbracht.

Entwicklung der Schweinehaltung in Bayern

JahrSchweinebestand (in 1.000)Schweinehalter (in 1.000)Zuchtsauenbestand (in 1.000)Zuchtsauenhalter (in 1.000)Schweine je HalterZuchtsauen je Halter
19603.305395,0300-8-
19704.161273,0418-15-
19804.146158,047556,0268
19903.71692,044328,04016
20003.73138,042314,09830
20103.5507,63144,346773
20111)3.4887,13093,949179
20123.5006,62733,353083
20133.3676,02622,956190
20143.4025,72592,759796
20153.2775,52472,559699
20163.3505,42372,3620103
20173.3085,12362,2649107

Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik (LfStat)

1) Ab 2011 eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahren: durch die Änderungen der Erfassungsgrenzen werden nur noch Betriebe mit mind. 10 Zuchtsauen oder mind. 50 Mastschweinen erfasst.

Aus der Agrarstrukuturerhebung 2016 sind auch regionalisierte Daten des Schweinebestandes und der Schweinhalter verfügbar. Aufgrund der abweichenden Erfassungsgrenzen in der Agrarstrukturerhebung ergeben sich abweichende Ergebnisse beim Schweinebestand und den Schweinehaltern, siehe Karten.

Sowohl die Ferkelerzeugung als auch die Schweinemast sind in Bayern im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt relativ klein strukturiert, siehe Tabellen unten.

Zuchtsauenhalter nach Größenklassen der gehaltenen Tiere (Stand: 3. November 2017, Anzahl in Tausend)

Bestandsgrößen von . . . bis . . . (Stück)Zahl der BetriebeZahl der Tiere
1 - 490,816,9
50 - 99 0,536,7
100 - 249 0,7106,8
250 - 499 0,257,5
500 und mehr k.A.18,3
Bayern insgesamt2,2236,3
%-Anteil
1 - 49367
50 - 99 2315
100 - 249 3245
250 - 499 924
500 und mehr k.A.8
Bayern insgesamt 100100

Quelle: LfStat

Mastschweinehalter nach Größenklassen der gehaltenen Mastschweine (Stand: 3. November 2017, Anzahl in Tausend)

Bestandsgrößen von . . . bis . . . (Stück)Zahl der BetriebeZahl der Tiere
unter 100 1,568,1
100 - 399 1,3296,2
400 - 999 1,2809,7
1.000 - 1.999 0,3400,8
2.000 - 4.999 k.A.k.A.
5.000 und mehr --
Bayern insgesamt 4,31.596,8
%-Anteil
unter 100 354
100 - 399 3019
400 - 999 2851
1.000 - 1.999 725
2.000 - 4.999 k.A.k.A.
5.000 und mehr --
Bayern insgesamt 100100

Quelle: LfStat

65 bayerische Betriebe sind in der „Erzeugergemeinschaft und Züchtervereinigung für Zucht- und Hybridzuchtschweine in Bayern w. V.“ (EGZH) zusammengeschlossen. Im Jahr 2017 wurden in den Herdbuchbetrieben rd. 3 270 Sauen und rd. 45 Eber gehalten. Weitere rd. 715 Eber standen an den bayerischen Schweinebesamungsstationen. Die bayerischen Herdbuchbetriebe erzeugen Reinzucht- und Kreuzungstiere für die Landeszucht, die Besamungsstationen und den Export.

Ziel der bayerischen Agrarpolitik ist es, ein System kleiner, mittlerer und großer Schlachtbetriebe für Schweine zu erhalten, um neben dem Fleischexport auch die regionale Vermarktung und regionale Wertschöpfungsketten zu sichern. Im Jahr 2017 waren in Bayern 32 Schweineschlachtbetriebe (mit mehr als 200 geschlachteten Schweinen pro Woche) meldepflichtig. Insgesamt verfügen rd. 1 360  Schlachtstätten in Bayern über eine EU-Zulassung für Schweineschlachtungen, in den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Metzgereibetriebe.

"Geprüfte Qualität – Bayern" für Schweine und Schweinefleisch

Die Nachfrage nach Schweinefleisch aus dem Programm „Geprüfte Qualität – Bayern“ hat sich im Berichtszeitraum weiter positiv entwickelt. Neben dem Lebensmitteleinzelhandel bieten auch Discounter Schweinefleisch aus diesem Programm an. Auf der Erzeugerstufe beteiligen sich über 2 556 Schweinemäster mit rd. 1,6 Mio. Mastplätzen (Stand 31. Dezember 2017). Schweinefleisch darf unter diesem Qualitätszeichen nur vermarktet werden, wenn das Fleisch von Tieren stammt, die in Bayern geboren und gemästet wurden.