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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/schafe.html

Schafe

In Bayern setzen sich die 6 321 Betriebe aus 89 großen Schafhaltungen mit mehr als 500 Mutterschafen, aus 565 mittleren Schafhaltungen mit zwischen 50 und 500 Mutterschafen und aus 5 667 kleineren Schafhaltungen mit weniger als 50 Mutterschafen zusammen.

Entwicklung der Schafhaltung

JahrSchafhalterMutterschafeMutterschafe/Halter
20057.829291.78737,3
20077.576265.03135,0
20097.258251.89734,7
20116.718234.52734,9
20136.404223.86135,0
20156.513215.37533,1
20176.321210.90033,4

Quelle: InVeKoS

Schafhalter nach Regierungsbezirken 2017

RegierungsbezirkSchafhalter
Oberbayern1.840
Niederbayern995
Oberpfalz541
Oberfranken571
Mittelfranken763
Unterfranken657
Schwaben954
Bayern6.321

Quelle: InVeKoS

Die Hütehaltungen bewirtschaften mit 96 054 Mutterschafen rd. 29 000 ha überwiegend extensives Grünland.

In der Schafhaltung stehen heute die Erzeugung von Lammfleisch und die Landschaftspflege an vorrangiger Stelle. Ohne Zahlungen der Betriebsprämie, der Ausgleichszulage und der Honorierung von Gemeinwohlleistungen über die Agrarumweltprogramme ist eine wirtschaftliche Schafhaltung in Bayern nicht möglich.

Die Schurwolle hat derzeit trotz der positiven Eigenschaften als Textilfaser für das Betriebseinkommen kaum noch eine Bedeutung. Der weitaus überwiegende Teil der Produktionserlöse stammt aus der Erzeugung von Mastlämmern. Die Direktvermarktung nimmt bei Lammfleisch einen hohen Anteil ein. Mittels regionaler Markenprogramme, wie bspw. Juralamm, Rhönlamm oder Altmühltallamm werden die Vorteile der besonders tierwohlgerechten Erzeugung und die Bedeutung für die Landschaftspflege deutlich herausgestellt.

Das Rassenspektrum in der Schafzucht ist sehr groß. Im bayerischen Zuchtbuch für Schafe werden derzeit 20 012 Herdbuchtiere (43 Rassen in 441 Zuchtbetrieben) aufgeführt (Stand: 1. Januar 2017). Neben den für die Lammfleischerzeugung wichtigen sogenannten Wirtschaftsrassen, z. B. Merinolandschaf, Schwarzköpfiges Fleischschaf und Suffolk sowie den speziellen geografischen und klimatischen Verhältnissen angepassten Landrassen sind im Zuchtbuch auch Schafrassen eingetragen, bei denen die Wirtschaftlichkeit nicht im Vordergrund steht. Bayern unterstützt die im Bestand gefährdeten bayerischen Berg- und Landschafrassen mit 25 bis 30 € pro Herdbuchtier. Damit konnten diese Rassen in ihren Beständen erhalten und teilweise sogar wieder deutlich vermehrt werden.