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Schadensausgleichsprogramme

Die extremen Niederschläge im Mai und Juni 2016 verursachten in Teilen Bayerns, besonders im Landkreis Rottal-Inn, starke Schäden. Betroffen waren landwirtschaftlichen Nutzflächen, aber auch Wirtschaftswege im Forst und in der Landwirtschaft, Forstkulturen, sowie landwirtschaftliche Hofstellen. Die Hochwasserschäden betrafen auch andere Wirtschaftsbereiche, die öffentliche Infrastruktur und in erheblichem Maße auch Privatpersonen. Der Freistaat unterstützte die Betroffenen durch schnelle und unbürokratische finanzielle Hilfsleistungen.

Die Betroffenen erhielten sehr zeitnah ein Sofortgeld. Das Sofortgeld für Unternehmer und landwirtschaftliche Betriebe betrug bis zu 5.000 €. Aufbauend auf das Sofortgeld wurden Soforthilfeprogramme eingeleitet. Für Betriebe der Landwirtschaft wurde das Hilfsprogramm „Unwetter mit Hochwasser 2016“ angeboten. In der Soforthilfe wurden die Hochwasserschäden zu 50 % (im Landkreis Rottal-Inn zu 80 %) ausgeglichen.

Daneben wurden in der Zuständigkeit des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ausgleichszahlungen für unwetterbedingte Infrastruktur- und Kulturschäden im Forst sowie Schäden an Wegen im Zusammenhang mit Flurneuordnungsverfahren und sonstigen Wirtschaftswegen gewährt. Letzteres war gemäß Kabinettsbeschluss nur im Landkreis Rottal-Inn möglich.

Bislang (Stand Februar 2018) wurden den Geschädigten insgesamt rund 1,1 Mio. € an Ausgleichszahlungen überwiesen. Das Programm ist noch nicht abgeschlossen.

Die von Spätfrösten im April 2017 betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe, insbesondere Obst- und Weinbauern, werden mit dem Hilfsprogramm „Frosthilfe 2017“ unterstützt. Bis Februar 2018 hat der Freistaat rund 760.000 € an Betroffene ausbezahlt.