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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/ressourcenschutz.html

Ressourcenschutz

Die Ländliche Entwicklung leistet wichtige Beiträge zum Ressourcenschutz, insbesondere zum Schutz von Boden und Wasser sowie zum Erhalt der biologischen Vielfalt. In enger Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern und Naturschutzbehörden konnten in den Jahren 2016/2017 rd. 138 ha Land aufgekauft und zielgerichtet zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen eingesetzt werden.

Die Ländliche Entwicklung unterstützt wirkungsvoll auch die Umsetzung europäischer Richtlinien, zum Beispiel der Wasserrahmenrichtlinie, der Flora-Fauna-Habitat (FFH)- und der Vogelschutz-Richtlinie in einer auch für die Grundstückseigentümer verträglichen Weise. Eine standortangepasste und differenzierte Landnutzung leistet zudem einen positiven und effektiven Beitrag zum Klimaschutz.

Boden- und Gewässerschutz

Durch individuelle und maßgeschneiderte Lösungen stellt die Verwaltung für Ländliche Entwicklung mit den Möglichkeiten der Bodenordnung sicher, dass die für eine landwirtschaftliche Nutzung prädestinierten Böden nur in dem unbedingt notwendigen Umfang für andere Nutzungen herangezogen werden. Die standortgerechte Nutzung der Böden, beispielsweise in Überschwemmungslagen, ist ein weiteres Ziel, das mit Hilfe der Bodenordnung erreicht werden kann. In vielen Projekten waren der Hochwasser-, der Gewässer- und der Bodenschutz besondere Schwerpunkte.

Nach der bayernweiten Pilotphase der Initiative boden:ständig von 2014 bis 2017 wird die Initiative in den nächsten Jahren Schritt für Schritt als dauerhaftes Angebot der Ämter für Ländliche Entwicklung für Landwirte und Gemeinden etabliert und auf ganz Bayern ausgedehnt. Im Rahmen dieser Initiative setzt die Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung auf eine enge Partnerschaft von Landwirten, Gemeinden und Fachverwaltungen. Zentrales Anliegen der Initiative ist, den Wasserabfluss in der landwirtschaftlich genutzten Flur zu bremsen, und damit u. a. lokale Überflutungen, Bodenabtrag und diffuse Nährstoffeinträge in die Bäche zu verringern.

An konkreten Maßnahmen zum Schutz des Bodens wurden in den Jahren 2016/2017

  • wasserabflussbremsende und erosionshemmende Landschaftsstrukturen gesichert bzw. neu angelegt,
  • durch eine entsprechende Gestaltung der Wirtschaftsflächen eine hangparallele Bewirtschaftung sichergestellt,
  • natürliche Grünlandbereiche gesichert sowie
  • Puffersysteme zum Schutz von Oberflächengewässern vor Stoffeinträgen begleitet.

Der Schutz der Ressource Wasser erstreckt sich nicht nur auf die Oberflächengewässer, sondern auch auf das Grundwasser. Die ökologische Aufwertung der Gewässer und der Hochwasserschutz sind weitere zentrale Anliegen. Im Einzelnen wurden

  • 136 Maßnahmen zur Wasserrückhaltung in der Fläche (Erdbecken etc.) durchgeführt,
  • 89 km Uferschutzstreifen an Gewässern ausgewiesen sowie Bäche und Gräben naturnah gestaltet und
  • 20 Maßnahmen zum Trinkwasserschutz umgesetzt.

Schutz der biologischen Vielfalt

Durch Bodenordnung und Landerwerb können Flächen zum Schutz der biologischen Vielfalt dort zur Verfügung gestellt werden, wo sie benötigt werden, z. B. zur

  • Erhaltung und Pflege ökologisch wertvoller Flächen,
  • Schaffung naturnaher Landschaftselemente,
  • Vernetzung der vorhandenen bzw. neu geschaffenen naturnahen Flächen zu einem Biotopverbundsystem.

In den Jahren 2016 und 2017 wurden folgende Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität in der Kulturlandschaft realisiert:

  • 249 ha flächige Biotope, z. B. Streuobstwiesen, Feldgehölze, Magerrasen,
  • 126 km Vernetzungselemente, z. B. Säume, Hecken.

Die Aktion „Mehr Grün durch Ländliche Entwicklung“ trägt seit vielen Jahren zur ökologischen und ästhetischen Bereicherung der Landschaft bei. Im Berichtszeitraum haben die Grundeigentümer – auf freiwilliger Basis und nach entsprechender fachlicher Beratung – rd. 1 900 Bäume und Sträucher gepflanzt.