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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/oelfruechte.html

Ölfrüchte

Raps

Mit rd. 110 000 ha hat sich die Anbaufläche in 2016 leicht erholt und scheint sich auf niedrigem Niveau zu stabilisieren. Gegenüber 2007, dem Jahr mit der bisher größten Anbaufläche, bedeutet dies einen Rückgang von über 30 %. Nach wie vor liegen die Anbauschwerpunkte in den nördlichen Teilen Frankens. Mit rd. 39 dt/ha wurde das dritte Jahr in Folge ein zufriedenstellender Ertrag erzielt.

Im Jahr 2017 ist die Anbaufläche nochmals leicht auf rd. 119 000 ha angestiegen. Die strenge Frostperiode im Januar wurde aufgrund der schützenden Schneedecke gut überstanden. Auch die Spätfröste im April hinterließen keine nennenswerten Schäden.

Sonnenblumen

Der Sonnenblumenanbau ist in 2016 um ca. 20 % auf rd. 1 300 ha eingeschränkt worden. Anbauschwerpunkt bleibt weiterhin Unterfranken, wo ca. 2/3 der bayerischen Sonnenblumen angebaut werden.

Ölfrüchteerzeugung in Bayern (Raps und Rübsen)

JahrAnbaufläche (1.000 ha)Ertrag (dt/ha)Erntemenge (1.000 t)
2016110,239,4434,4
2017118,838,2453,6

Sonnenblumenanbau in Bayern (Körnersonnenblumen)

JahrAnbaufläche (1.000 ha)Ertrag (dt/ha)Erntemenge (1.000 t)
20161,327,53,7
20171,727,24,7

Soja

Sojabohnen enthalten etwa 18 % Öl und 28 % Eiweiß. Der nach der Ölgewinnung verbleibende Sojakuchen hat hohe Eiweißgehalte und ist deshalb von großer Bedeutung in der Tierernährung. Trotzdem wird Soja in der statistischen Systematik meist als Ölfrucht geführt und nicht als Eiweißpflanze.

Nach einem deutlichen Anstieg der Anbaufläche in 2015 auf ca. 7 300 ha wurde die Fläche 2016 geringfügig auf rd. 6 500 ha eingeschränkt. Während in Südbayern sogar eine leichte Anbauausdehnung erfolgt ist, haben vor allem in den fränkischen Ackerbaulagen zahlreiche Landwirte aufgrund der Trockenschäden in 2015 mit teilweisem Totalausfall den Sojaanbau wieder aufgegeben. 2017 hat die Sojaanbaufläche um ca. 1 900 ha auf 8 410 ha weiter zugenommen. V. a. in Oberbayern erfolgte eine deutliche Anbauausdehnung. Mit rd. 49 bzw. 46 dt/ha Ertrag an den beiden südbayerischen Versuchsstandorten Rotthalmünster bzw. Oberhummel haben die Sojabohnen 2016 eindrucksvoll ihr Leistungsvermögen gezeigt. 2017 wurden die Sojabohnen in der Praxis aufgrund der Spätfröste im April überwiegend erst in der ersten Maiwoche ausgesät. Der trocken warme Juni ließ eine gute Bestandsentwicklung der Sojabohne zu. Auf den bayerischen Praxisschlägen wurde durchschnittlich rd. 35 dt/ha geerntet. Im Landessortenversuch Oberhummel konnte 2017 ein Rekordertrag von ca. 51 dt/ha erreicht werden.

Informationen zu den Märkten für Ölsaaten und Eiweißpflanzen erhalten Sie bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte unter Agrarmarktanalyse.