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Längerfristiger Vergleich

Die wirtschaftliche Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe bewegt sich in Abhängigkeit der jährlichen Leistungs- und Ertragsschwankungen sowie der Produktion- und Betriebsmittelpreise. Längerfristige Gewinnentwicklungen sind daher aussagekräftiger als ein einzelnes Jahresergebnis.

Der längerfristige Vergleich zeigt, dass der über alle Haupterwerbsbetriebe errechnete durchschnittliche Gewinn seit etwa 15 Jahren größeren Abweichungen unterliegt.

Bei dem längerfristigen Vergleich ist zu beachten, dass die Haupterwerbsbetriebe im Zeitablauf ihre Produktionskapazitäten (z. B. LF, Viehbestände) beständig erweitert haben und die Spezialisierung auf bedeutende Betriebszweige in den Betrieben zugenommen hat.

Längerfristige Entwicklung der Einkommen in den HaupterwerbsbetriebenSchaubild 20 in höherer Auflösung

 

Trotz eines Flächenzuwachses von durchschnittlich etwa 37 ha LF je Haupterwerbsbetrieb ist der Arbeitskräftebesatz seit dem WJ 1981/1982 im Mittel der Haupterwerbsbetriebe bei 1,5 Familienarbeitskräfte je Betrieb nahezu gleich geblieben. Dies war möglich, weil die Arbeitsproduktivität in den Betrieben beträchtlich angestiegen ist und viele Arbeitseinsätze zwischen den Betrieben stärker vernetzt sind.

Die Bedeutung des außerlandwirtschaftlichen Einkommens am Gesamteinkommen hat in den letzten zwei Wirtschaftsjahren nicht weiter zugenommen. Dennoch erzielten die Haupterwerbsbetriebe im Mittel rund ein Sechstel ihres Gesamteinkommens außerhalb der Landwirtschaft. Dies ist möglich, weil Arbeitskapazitäten aus den landwirtschaftlichen Betrieben für außerlandwirtschaftliche Tätigkeiten freigesetzt und einkommenswirksam verwendet werden können. Teilweise resultiert das außerlandwirtschaftliche Einkommen auch aus den Erträgen von Kapitalanlagen, über die Landwirtsfamilien außerhalb der Landwirtschaft verfügen.