Sprungmarken:

http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/klein-und-nebenerwerbsbetriebe.html

Einkommensentwicklung in den Klein- und Nebenerwerbsbetrieben

Als Klein- und Nebenerwerbsbetriebe werden alle Betriebe mit einem Standardoutput unter 50.000 € oder weniger als eine Arbeitskraft im Betrieb klassifiziert.

Die vitalen ländlichen Räume Bayerns bieten den Inhabern von Klein- und Nebenerwerbsbetrieben vielfältige über die Landwirtschaft hinausgehende Möglichkeiten zur Einkommenskombination. Die meist als Familienbetriebe geführten Klein- und Nebenerwerbsbetriebe übernehmen auch wichtige gesellschaftliche Funktionen und ehrenamtliches Engagement auf dem Land.

Die betriebliche Stabilität eines Klein- und Nebenerwerbsbetriebes ist in hohem Maße von der Sicherheit des außerlandwirtschaftlichen Arbeitsplatzes des Betriebsinhabers (bzw. dessen Ehepartners) abhängig. Für die Einkommenserzielung und -sicherung der Inhaber von Klein- und Nebenerwerbsbetrieben sind daher die Gewinnhöhe und die Höhe der Eigenkapitalbildung eher von untergeordneter bzw. ergänzender Bedeutung.

Ergebnisse der Klein- und Nebenerwerbsbetriebe in den Wirtschaftsjahren 2015/2016 und 2016/2017

MerkmalEinheitWirtschaftsjahr 2015/2016Wirtschaftsjahr 2017/2017Veränderung %
Betriebsgrößeha LF20,520,60,5
Vergleichswert€/ha LF5836043,6
ArbeitskräfteAK/Betrieb0,850,883,5
dar. Familien-AKFAK/Betrieb0,830,863,6
Gewinn€/ha LF(848)650–23,3
Gewinn€/Unternehmen(17.394)13.395–23,0
Anteil des Gewinns am Gesamteinkommen%40,234,7–13,7
Gewinnrate%(22,7)18,4–18,9
Unternehmensertrag€/Unternehmen76.48572.792–4,8
Außerbetriebl. Erwerbseinkommen€/Inhaberehepaar20.98221.4912,4
Gesamteinkommen€/Inhaberehepaar43.32138.584–10,9
Unternehmensbezogene Beihilfen€/Unternehmen11.0509.045–18,1
dsgl. Anteil am Gewinn%6468
dsgl. Anteil am Unternehmensertrag%1412

Der Gewinn aus dem land- und forstwirtschaftlichen Klein- und Nebenerwerbsbetrieb trägt durchschnittlich mit einem Anteil von 35 % zum Gesamteinkommen des Inhabers (und seines Ehepartners) bei.

Der Eigenkapitalanteil am Vermögen dieser Betriebe lag laut Buchführung bei durchschnittlich 93 %. Dieser Wert ist im Mittel höher als bei den Haupterwerbsbetrieben. Bei den Klein- und Nebenerwerbsbetrieben blieb der Eigenkapitalanteil im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert. Der Fremdkapitaleinsatz ging im Wirtschaftsjahr (WJ) 2016/2017 durchschnittlich um 3.083 € auf 33.318 € je Unternehmen zurück.

Die Bruttoinvestitionen blieben bei den Klein- und Nebenerwerbsbetrieben im WJ 2016/2017 mit 12.664 € nahezu auf dem Vorjahresniveau. Dabei entfielen im Mittel rd. 11 % der Bruttoinvestitionen auf Bodenkäufe und 4 % auf die Errichtung bzw. Anschaffung von Wirtschaftsgebäuden und bauliche Anlagen. Rd. 38 % der Bruttoinvestitionen betrafen die Anschaffung von technischen Anlagen und Maschinen.

Die Klein- und Nebenerwerbsbetriebe erhielten im WJ 2016/2017 Beihilfen von durchschnittlich 9.045 € je Unternehmen. Neben den EU-Direktzahlungen waren die Prämien für umweltgerechte Agrarerzeugung und die Ausgleichszulage die bedeutendsten Maßnahmen.