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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/grundstuecksverkaeufe.html

Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke

In der Kaufwertstatistik für landwirtschaftliche Grundstücke, die seit 1974 geführt wird, sind alle Kauffälle ab 0,1 ha LF einbezogen.

Grundstücksflächen innerhalb von Flächennutzungs- oder Bebauungsplänen einer Gemeinde, die als baureifes Land, Rohbauland, Industrieland, Land für Verkehrszwecke oder Freiflächen verkauft werden, sind in dieser Preisstatistik nicht enthalten.

Kaufwert für landwirtschaftliche Grundstücke (Grundstückspreise) in Bayern
(€ je ha landwirtschaftliche Nutzung, ohne Gebäude und Inventar) – Schaubild 18 in höherer Auflösung

 

Seit dem Jahr 2005 ist ein kontinuierlicher Anstieg der Kaufwerte um insgesamt gut 133 % zu verzeichnen, vgl. Tabelle.

Die Schwankungsbreite der Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke innerhalb Bayerns ist groß.

Die höchsten Kaufwerte werden mit 89.110 € je ha LF in Oberbayern erzielt. Am niedrigsten sind die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke in Unterfranken (21.184 € je ha).

Im Jahr 2016 bestanden wieder sehr große Preisdifferenzen zwischen den Bundesländern. Der niedrigste durchschnittliche Grundstückspreis in Höhe von 9.401 € je ha wurde im Saarland erzielt, Bayern liegt mit 51.945 € je ha an der Spitze. In den neuen Bundesländern lagen die Kaufwerte mit durchschnittlich 13.811 € je ha 2016 deutlich unter denen der alten Bundesländer mit im Durchschnitt 32.503 € je ha LF.

Durchschnittlicher Kaufwert je Hektar veräußerte Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung in den Ländern im Jahr 2016  – Schaubild 19 in höherer Auflösung

 

Obwohl es sich um landwirtschaftliche Grundstücke handelt, sind diese Preise oft von außerlandwirtschaftlichen Einflüssen stark beeinflusst, z. B. vom Kauf für ökologische Ausgleichsflächen für Bauland-, Verkehrs- oder Industrieansiedlungsflächen oder von der Reinvestition von Veräußerungsgewinnen nach Baulandverkauf. Es darf vermutet werden, dass auch außerlandwirtschaftliche Investoren sichere Anlagemöglichkeiten für ihr Kapital suchen. Diese können mit dem bestehenden Grundstücksverkehrsgesetz häufig nicht abgewehrt werden.

Die Bodengüte spielt für den Preis meist eine untergeordnete Rolle. Bei den hohen Kaufwerten in Bayern ist bei landwirtschaftlicher Nutzung kaum eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erwarten. Die Betriebsaufstockung durch Zukauf kommt daher nur noch in Einzelfällen vor.

Veräußerungen von Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung

Gebiet19902000201020152016
Veräußerungsfälle insgesamt1)
Oberbayern719854792637833
Niederbayern701655647792953
Oberpfalz517527333731838
Oberfranken253528657704842
Mittelfranken369469286452484
Unterfranken5601.0356189401.309
Schwaben892905702751855
Bayern4.0114.9734.0355.0076.114
Verkaufsfläche der landwirtschaftlichen Nutzung in ha insgesamt
Oberbayern9561.4471.2889241.120
Niederbayern1.1111.1901.0841.2241.459
Oberpfalz7067765381.2761.177
Oberfranken3606678048261.089
Mittelfranken410657619670793
Unterfranken4981.0926451.0001.329
Schwaben1.2701.3151.0641.0741.419
Bayern5.3117.1436.0426.9988.391
Kaufwerte (Grundstückspreise) in €/ha landwirtschaftlicher Nutzung (ohne Gebäude und ohne Inventar)
Oberbayern48.67934.44136.50084.85789.110
Niederbayern33.34528.71430.57978.87885.318
Oberpfalz29.88821.73521.42731.57939.949
Oberfranken13.15016.54613.91821.54922.802
Mittelfranken24.16918.42519.31732.50637.680
Unterfranken19.53216.10418.55022.84821.184
Schwaben30.89326.07027.71349.84457.384
Bayern31.68624.61925.86647.35851.945
Deutschland9.08111.85419.61422.310

1) Ohne Gebäude und ohne Inventar.