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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/foerderung-des-oekologischen-landbaus.html

Förderung des ökologischen Landbaus

Der ökologische Landbau nimmt in der bayerischen Agrarpolitik seit langem einen hohen Stellenwert ein.

Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm

Über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm können Betriebe gefördert werden, die ihren gesamten Betrieb nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaften. Zur Erhöhung des Anreizes für die ökologische Bewirtschaftung des Betriebes sind die Prämien differenziert ausgestaltet:

Die Beibehaltungsprämie für Ökobauern beträgt 273 €/ha Acker- und Grünland. Neueinsteiger erhalten in der zweijährigen Umstellungsphase eine Ökoprämie von 350 €/ha. Für gärtnerisch genutzte Flächen werden 468 €/ha (Umstellungsphase 915 €/ha) und für Dauerkulturen 975 €/ha (Umstellungsphase 1.250 €/ha) gewährt.

Förderung im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms

JahrAnzahl der BetriebeFläche in haFörderung in Mio. €Förderung/Betrieb in €
20004.12488.143214.984
20014.02893.014215.280
20024.232116.164255.929
20034.279121.683276.290
20044.165124.517296.939
20054.210131.056307.078
20064.441142.490327.177
20074.397142.567306.846
20084.529144.503347.419
20095.035163.265377.428
20105.405184.853407.463
20115.618194.272396.863
20125.645194.976396.864
20135.739200.339386.691
20145.789203.426406.943
20156.326221.164619.596
20167.023248.731709.958
20177.830292.7858010.209

Investitionsförderung

Ökobetriebe werden auch im Rahmen der Einzelbetrieblichen Investitionsförderung gefördert. Durch das Bayerische Sonderprogramm Landwirtschaft (BaySL) können Betriebe in der Umstellung auf Ökolandbau einen Zuschuss zu baulichen Investitionen für die Tierhaltung erhalten. Unternehmen, die in die Verarbeitung und Vermarktung von Öko-Produkten investieren, erhalten erhöhte Investitionszuschüsse.

Öko-Modellregionen

In besonders ausgewählten Öko-Modellregionen soll die heimische Ökoproduktion mit geeigneten Maßnahmen vorangebracht werden. Neben der Erhöhung des Ökolandbaus sind dabei besonders auch Maßnahmen zur Verbesserung der regionalen Identität erwünscht. Derzeit bestehen in Bayern 12 Öko-Modellregionen.

Förderung von Organisationen

Für verbandsübergreifende Aktivitäten erhielt die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e. V. (LVÖ) in den Jahren 2016 und 2017 eine Förderung in Höhe von rd. 82.000 €. Die vier verbandsorientierten Erzeugerringe für den ökologischen Landbau im Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung e. V. (LKP) wurden für ihre Beratungstätigkeit im Rahmen der Verbundberatung im Berichtszeitraum mit rd. 2,05 Mio. € gefördert.

Förderung ökologisch erzeugter Produkte

Um die bayerischen Bio-Bauern bei der Weiterentwicklung zu unterstützen, hat die gezielte Absatzförderung für regionale Ökoprodukte eine hohe Priorität. Es erfolgt dabei eine enge Zusammenarbeit mit der LVÖ. Folgende Maßnahmenschwerpunkte sind hervorzuheben:

  • Messen und Ausstellungen
    In den Jahren 2016 und 2017 wurde das Marktsegment der Öko-Erzeugnisse durch die Beteiligungen an wichtigen Fachmessen wie der „Biofach“ in Nürnberg, an überregionalen Ausstellungen und durch eigenständige Veranstaltungen unterstützt.
    Damit wird den kleinen und mittleren Verarbeitern bayerischer Öko-Erzeugnisse eine wirksame Hilfe bei der Präsentation ihrer Produkte gegenüber Endverbrauchern und Fachpublikum geboten.
  • Informations- und Kommunikationsmaßnahme
    Vom 2. September bis 3. Oktober 2017 fanden zum 17. Mal die Bayerischen Öko-Erlebnistage statt. Bei rd. 300 bayernweiten Veranstaltungen konnten über 300 000 Besucher über den ökologischen Landbau informieren und bayerische Öko-Lebensmittel verkosten.

Beratung und Fortbildung

Beratung und Fortbildung der Öko-Betriebe erfolgt bayernweit durch die fünf staatlichen Fachzentren für ökologischen Landbau an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ebersberg (Oberbayern), Kaufbeuren (Schwaben), Neumarkt (Oberpfalz, Mittelfranken), Deggendorf (Niederbayern) und Bamberg (Oberfranken, Unterfranken) im Verbund mit den vier Öko-Erzeugerringen des LKP.