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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/energie-und-rohstoffwende.html

Energie- und Rohstoffwende

Die Umsetzung der Energiewende im ländlichen Raum ist eine große gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Herausforderung. Sie wird nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, maßgeschneiderte Lösungen zu finden und dafür die Akzeptanz der Menschen zu erreichen.

Unter dem Begriff der Rohstoffwende wird der Einsatz von biogenen, nachwachsenden Ressourcen anstelle von fossilen, mineralischen oder metallischen Rohstoffen verstanden. Die Verwendungsmöglichkeiten nachwachsender Rohstoffe sind heute schon vielfältig und erweitern sich ständig.

Insgesamt wurden 2016 in Bayern auf rd. 490 000 ha landwirtschaftlicher Fläche Rohstoffe zur Non-food-Nutzung angebaut, davon rd. 39 000 ha für eine stoffliche Verwendung in der Industrie und rd. 451 000 ha für die Energieerzeugung. Dazu kommen rd. 6 Mio. Tonnen Holz ebenfalls für die Energieerzeugung.

NAWAREUM – Das neue Erlebnis-, Informations- und Beratungszentrum für Erneuerbare Energien und Rohstoffe in Straubing
 

Das NAWAREUM macht Zukunftsthemen und die damit einhergehenden Innovationen und Dienstleistungen in Hinblick auf die stoffliche und energetische Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen sichtbar, greifbar und erlebbar. Das NAWAREUM soll anschaulich, unterhaltsam und interaktiv die Zukunft unserer Energie- und Rohstoffversorgung mit möglichen Zukunftsvisionen veranschaulichen. Inhaltlich werden die Themen Bereitstellung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe, Nahrung für den Menschen, Nachhaltiges Wirtschaften, Bioökonomie und Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien sowie Sorgsamer Umgang mit den Ressourcen behandelt.

Zusammenhänge werden mit vielen Exponaten und Mitmachstationen vermittelt. Darüber hinaus gibt es eigens entwickelte Pädagogikangebote. Hierbei kommen multimediale Inszenierungen, wie eine begehbare Pflanzenzelle, Computeranimationen und Medienstationen zum Einsatz, z. B. Photosynthese, Kulturlandschaft, Vielfalt an Pflanzen zur stofflichen und energetischen Nutzung sowie zu Optionen und Perspektiven der Energie- und Rohstoffwende.

Das NAWAREUM ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landwirtschaftsministeriums und des Wirtschaftsministerium, die zusammen 25 Mio. € in das Projekt investieren. Träger des NAWAREUM ist das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in inhaltlicher Zusammenarbeit mit C.A.R.M.E.N. e. V. Das Gebäude wird in Holzbauweise und angelehnt an den Passivhaus-Standard errichtet.