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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/einkommenslage-nach-foerdergebieten.html

Einkommenslage nach Fördergebieten

Die Erhaltung der Landwirtschaft in Berggebieten und anderen benachteiligten Agrarzonen gehört zu den Kernanliegen bayerischer Agrarpolitik. Landwirte mit Betriebsstandorten in von Natur aus benachteiligten Regionen erbringen vielfältige Leistungen zum Gemeinwohl. Als Teilkompensation der ungünstigen Standortbedingungen erhalten die Landwirte in diesen Gebieten eine Ausgleichszulage.

Die untersuchte Gesamtheit der Haupterwerbsbetriebe stammt zu 56 % aus der benachteiligten Agrarzone und zu 44 % aus nicht benachteiligten Gebieten.

Das Berggebiet (rd. 9 % der bayerischen Betriebe) liegt mit seinen kleinstrukturierten Milchviehbetrieben beim Gewinn je Unternehmen im Mittel um 5.037 € bzw. rd. 10 % unter dem bayerischen Durchschnitt und auch unter der sonstigen benachteiligten Agrarzone. Im Berggebiet haben die Ausgleichzulage und die Zuwendungen für umweltgerechte Agrarerzeugung einen Anteil von 16 % bzw. 29 % an den staatlichen Transferleistungen. Die EU-Direktzahlungen erreichten mit 13.314 € je Unternehmen einen Anteil von 46 % an den gesamten Beihilfen.

Zur benachteiligten Agrarzone (rd. 47 % der bayerischen Betriebe) gehören der Jura, das nordbayerische Hügelland und der Keuper, die fränkischen Platten, Teile des Voralpinen Hügellandes und die schlechteren Lagen im südlichen Tertiären Hügelland. Diesem Fördergebiet sind auch große Teile der ostbayerischen Mittelgebirge sowie Spessart und Rhön zuzurechnen. In den Betrieben der benachteiligten Agrarzone lag der Gewinn unter dem bayerischen Durchschnitt. In der benachteiligten Agrarzone befinden sich überdurchschnittlich viele Milchviehbetriebe.

Zum nicht benachteiligten Gebiet zählen die Gäugebiete, der nördliche Teil des Tertiären Hügellandes und die besseren Lagen des südlichen Tertiären Hügellandes sowie große Teile des Voralpinen Hügellandes. Im nicht benachteiligten Gebiet befinden sich 44 % der Haupterwerbsbetriebe. Der Gewinn dieser Betriebe lag um durchschnittlich 9 % (+4.669 € je Unternehmen) über dem Ergebnis aller Haupterwerbsbetriebe.

Weitere Informationen zu den unternehmensbezogenen Beihilfen der Betriebe in den Fördergebieten enthalten die Tabellen.

Unternehmensbezogene Beihilfen nach Fördergebieten im Wirtschaftsjahr 2016/2017

MerkmalEinheitGebietskategorie BerggebietGebietskategorie Sonstige benachteiligte AgrarzoneGebietskategorie Nicht benachteiligtes GebietInsgesamt
Anteil an der Gesamtheit%9,346,644,0100
Betriebsgrößeha LF40,7764,1160,0559,42
Vergleichswert€/ha LF532495757609
Gewinn€/Untern.47.56849.87857.27452.605
Unternehmensertrag€/Untern.174.233253.657313.516268.906
Ausgleichszulage€/Untern.4.7163.1961572.089
Agrardieselerstattung€/Untern.(1.178)(2.322)2.5392.274
Zinszuschüsse€/Untern.(189)(141)(71)115
Investitionszuschüsse ohne Zinszuschüsse€/Untern.(3.553)(1.534)(1.245)1.619
Beihilfen pflanzliche Produktion€/Untern.118543(103)
Zuschüsse Tierproduktion€/Untern.(1.051)(229)(208)311
EU-Direktzahlungen€/Untern.13.31419.78518.57018.436
Prämien für umweltgerechte Agrarerzeugung€/Untern.8.3085.2032.6564.451
Summe Beihilfen€/Untern.29.07428.89920.92225.395
Veränderung gegenüber 2015/2016%2,9–5,0–17,1–8,9
Beihilfen am Unternehmensertrag%16,711,56,79,4
Beihilfen am Gewinn%61,158,036,548,3