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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/einkommensentwicklung-nach-bundeslaendern.html

Einkommensentwicklung nach Bundesländern

Für den überregionalen Vergleich der Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft sind die nachfolgenden Daten aus den Buchführungsergebnissen der Testbetriebe des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Wirtschaftsjahr (WJ) 2016/2017 entnommen. Diese Ergebnisse weichen von den bayerischen Ergebnissen geringfügig ab, weil die Anzahl der ausgewerteten bayerischen Betriebe für das Testbetriebsnetz des Bundes etwas geringer ist.

Buchführungsergebnisse der Haupterwerbsbetriebe (Bund-Länder-Vergleich nach den Buchführungsergebnissen des Bundes)

LandGewinn je Unter-nehmen (€)Fläche der Haupterwerbs-betriebe (ha LF)Gewinn je ha LF (€/ha LF)Gewinn je ha LF (%)Unternehmens-bezogene Leistungen je Unternehmen (€)Unternehmens-bezogene Leistungen (€/ha LF)Darunter Agrarumwelt-maßnahmen (€/ha LF)Darunter Ausgleichs-zulage (€/ha LF)Darunter Zins- und Investitions-zuschüsse (€/ha LF)
Bayern51.92558,788512829.820508804326
Baden-Württemberg50.57161,182812026.27343070177
Brandenburg53.618263,22043093.43635561145
Hessen48.259102,64706838.885379432713
Mecklenburg-Vorpommern23.457300,1781193.0313101101
Niedersachsen69.33190,776411134.5573812364
Nordrhein-Westfalen61.67063,397414126.2704152868
Rheinland-Pfalz61.91366,393413523.4043533207
Saarland27.846141,41972944.6823162112
Sachsen50.832147,93445061.231414661913
Sachsen-Anhalt102.392292,435051102.0483493367
Schleswig-Holstein51.9001104726838.8303531002
Thüringen59.903175,23425071.30640775322
Deutschland57.20382,969010035.315426341811

Quelle: Die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe – Buchführungsergebnisse der Testbetriebe, WJ 2016/2017, BMEL, 2018.

Nach der Buchführungsstatistik des Bundes haben die bayerischen Haupterwerbsbetriebe mit 58,7 ha LF eine um 24,2 ha geringere Flächenausstattung als der Durchschnitt der Betriebe im übrigen Bundesgebiet. Dies ist unter anderem auch auf den langsameren Verlauf des Strukturwandels in Bayern zurückzuführen. Durch die geringere Flächenausstattung sind in Bayern die Gewinne je Unternehmen niedriger als in anderen Bundesländern.

Die Intensität der Bewirtschaftung in den landwirtschaftlichen Betrieben spiegelt sich im Gewinn je ha LF wider. Hier weisen die bayerischen Betriebe mit einem durchschnittlichen Gewinn von 885 € je ha LF den dritthöchsten Wert in Deutschland auf.

Der Unternehmensgewinn enthält meist keine Erträge aus außerlandwirtschaftlichen Nebentätigkeiten der Betriebsinhaber (und dessen Ehegatten), weil diese häufig als eigenständige Gewerbebetriebe geführt werden. Hierzu zählen zum Beispiel die Direktvermarktung, die Gästebeherbergung und die Energieerzeugung in Photovoltaik- oder Biogasanlagen. Diese Diversifizierung der landwirtschaftlichen Tätigkeit, die in Bayern traditionell stärker ausgeprägt ist als in vielen anderen Ländern, sollte beim Bund-Länder-Vergleich gesondert gewürdigt werden. Im Unternehmensgewinn bleibt sie weitgehend unberücksichtigt.

Bei einem Vergleich mit anderen Ländern ist außerdem zu berücksichtigen, dass Bayern mit rd. 60 % der LF einen relativ hohen Anteil sogenannter benachteiligter Gebiete aufweist.

Die unternehmensbezogenen Ausgleichszahlungen (Zulagen und Zuschüsse) von EU, Bund und Land betrugen im WJ 2016/2017 für die bayerischen Haupterwerbsbetriebe durchschnittlich 508 € je ha LF; das sind 57 % des Gewinns je ha LF.

In der Summe aller Fördermaßnahmen je ha LF nimmt Bayern im Bund-Länder-Vergleich eine absolute Spitzenposition ein.