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http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/agrarimport.html

Agrarimport

Der Agrarimport erhöhte sich insgesamt um 4,7 % und stieg beim Wert für Genussmittel am deutlichsten (+24,0 %), gefolgt von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs (+6,9 %). Bei lebenden Tieren und Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs war die Entwicklung nahezu unverändert (+0,2 % und –0,1 %). Der Anteil des Agrarimports an der Gesamteinfuhr Bayerns 2017 betrug 5,4 %. Der Importanteil an Agrar- und Ernährungsgütern aus der EU-28 machte im selben Jahr knapp 85 % bzw. 8,35 Mrd. € aus.

Agrareinfuhr Bayerns nach Warengruppen (in 1.000 €)

Warengruppe 20152016 2017 (vorl.) Veränderung 2017 gegenüber 2016 Veränderung 2017 gegenüber 2016 (%)
Lebende Tiere 54.43765.22465.3371130,2
Nahrungsmittel tierischen Ursprungs 2.684.6942.763.6312.955.515191.8846,9
Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs 5.385.2745.466.6985.461.734–4.964–0,1
Genussmittel 939.5141.034.0041.282.109248.10524,0
Ernährungswirtschaft insgesamt 9.063.9189.329.5579.764.695435.1384,7
dar. EU-28 7.691.1607.881.7508.348.395466.6455,9
      MOE-Länder 97.320100.175143.89343.71843,6
      Übrige Länder 1.275.4381.347.6321.272.407–75.225–5,6

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Ländern

Mehr als ein Sechstel aller Agrarimporte (1,61 Mrd. €) stammen aus Italien, Österreich mit 15,8 % und die Niederlande mit 13,5 % sind die nächstwichtigsten Importländer. Von den zuletzt hinzugekommenen EU-Mitgliedstaaten haben Polen und Tschechien beim Import nach Bayern die größte Bedeutung. Als Nicht-EU-Land erzielte die Türkei mit rd. 252 Mio. € den höchsten Einfuhrwert und liegt damit noch vor der Schweiz, den USA und Brasilien.

Über 75 % der gesamten Agrareinfuhr kommt aus den zehn Hauptlieferländern. Der höchste Einfuhrüberschuss besteht im Agrarhandel mit den Niederlanden (413 Mio. €), gefolgt von Österreich (265 Mio. €), Polen (210 Mio. €) und der Türkei (205 Mio. €).

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach ausgewählten Ländern (Einfuhr in Mio. €)

Lieferländer198019902000201020142016
Güter der Agrar- und Ernährungswirtschaft insgesamt1.887,53.001,84.366,07.095,68.329,19.329,6
Italien416,7697,1959,81.306,91.494,61.610,2
Österreich48,983,9399,81.089,61.372,11.473,5
Niederlande374,1610,7597,41.019,31.198,11.258,0
Frankreich196,2343,0551,9686,8768,6759,9
Spanien55,088,1192,7406,3434,4472,1
Belgien/Luxemburg50,0101,8203,3291,0375,4377,0
Türkei19,946,652,6123,2192,6251,9
Schweiz29,044,772,2128,4212,7209,2
Vereinigtes Königreich31,653,8104,2104,8101,0170,9
Griechenland93,5210,9132,5151,2129,3134,0
USA87,581,179,278,573,2117,4
Dänemark26,658,4131,496,7108,2109,3
Irland3,77,0103,4106,749,879,3
Brasilien18,332,047,576,170,460,3
Schweden2,22,16,118,328,026,7
Portugal3,82,519,915,912,113,0
Finnland1,20,31,92,92,73,7

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Hauptlieferländern
(2016: 9,33 Mrd. €) – Schaubild 29 in höherer Auflösung

 

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Warengruppen

Die bedeutendsten bayerischen Agrareinfuhrerzeugnisse waren 2016 Käse, Frischobst, Fleisch und Fleischwaren, sonstige pflanzliche Nahrungsmittel, Gemüse und sonstige Küchengewächse sowie Milch. Die genannten Warenuntergruppen erreichten einen Anteil von fast der Hälfte der gesamten Agrareinfuhr.

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach wichtigen Agrarerzeugnissen
(2016: 9,33 Mrd. €) – Schaubild 30 in höherer Auflösung